Michael Stahl zum Thema Gewaltprävention zu Besuch
- philipp.schnabel
- 15. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Am vergangenen Wochenende erlebten ca. 300 Menschen in insgesamt 4 Veranstaltungen Trainer, Coach und Gründer der internationalen „Protactics Initiative“ (www.protactics-stahl.de).
In 4 verschiedenen Veranstaltungen ging es dabei um ihn, sein Leben und seine Botschaft – „liebt euch“ und das daraus resultierende, deeskalierende Handeln in unserer Gesellschaft!
Am Freitagabend erzählte Michael Stahl vor 50 Jugendlichen aus Toitenwinkel seine Geschichte. Eine Geschichte, von einem Vater, den er nur seinen Erzeuger nannte, der ihn schlug, in aus seinem Haus trieb und dem er nie gut genug war – also eine Geschichte, die viele der zuhörenden Jugendlichen nur allzu bekannt ist. Michaels Art und seine Aufforderung zu ihren Schwächen zu stehen, über sie zu sprechen und so den Boden für eine gegenseitige Kommunikation zu legen, sprach sehr viele der Jugendlichen an. Im persönlichen Gespräch mit ihm, seiner Mitarbeiterin und den Mitarbeitenden des Fischkutter e.V.‘s konnten sich einige Jugendliche öffnen und so den Beginn von Hilfe erfahren. Nicht wenige gingen sehr nachdenklich aus dem Abend und wir erwarten noch eine große Resonanz innerhalb dieser Jugendgruppe.
Am Samstagmorgen kamen ca. 50 Männer zum Männerfrühstück. In guter Tischgemeinschaft und mit einem guten Impuls von Michael sprachen die Männer über ihre Väter, ihre Vater- oder Sohnschaft. Michaels Botschaft war, aus seinem eigenen Leben, die destruktiven Handlungen der Vater und deren Väter zu durchbrechen und ehrlich gegenüber ihren eigenen Kindern und Enkel oder Geschwistern zu sein. Nicht wenige der Männer nahmen nach der Veranstaltung ihr Handy in die Hand, um Väter, Geschwister und Kinder zu kontaktieren.
Am Nachmittag fand ein situatives Handlungstrainig zum Thema Deeskalation, Gewaltprävention und Zivilcourage statt. Teilnehmer im Alter von 4 bis 82 Jahren nahmen daran teil. Der Leitfaden durch dieses Training war nicht die Frage, wie entkomme ich gefährlichen Situationen, sondern: „Wie komme ich erst gar nicht in solch eine Situation“ und „Wie kann ich anderen in einer solchen Situation helfen?“.
Durch verschiedene Übungen oder Theatervorspiele mit Teilnehmenden sensibilisierte Michael für dieses Thema und machte Mut für andere einzustehen. Immer wieder erklang sein Aufruf sein eigenes „Täterdasein“ zu erkennen und dieses als erstes Auszumerzen. Durch seine eigene, ehrliche Art und Weise und viele Beispielgeschichten aus seiner Zeit als Personenschützer für Personen wie Papst Benedikt XVI, Nena, Muhamed Ali und die deutsche Fußballnationalmannschaft wurden die Teilnehmenden ermutigt in ihrem engsten persönlichen Umfeld auf Versöhnung hinzuarbeiten und alte Handlungsmuster zu erkennen und zu überdenken.
Im sonntäglichen Gottesdienst knüpfte Michael an diese Botschaft an und rief zu radikaler Versöhnung auf, „da diese zuerst den Versöhnenden heilt“ und nur so der Weg zu echter, liebender Gemeinschaft möglich ist!







Kommentare